…Ventspils…

… die Nachbarn fahren um sechs in der Früh los… danke fürs Wecken… gegen zehn sind wir dann auch fertig mit der Supermarktkatastrophe und verlassen Riga in Richtung Ostsee… genug von Menschen und Gedrängel…

…auf dem Weg zum Zuhause für heute fahren wir einen kleinen Umweg, durch Ventspils um dort etwas zu essen… eine wirklich hübsche Hafenstadt, in der wir sicher nicht zum letzten Mal waren…

…wir haben wirklich gut gegessen, das Restaurant haben wir natürlich gestern schon raus gesucht und selbst Dienstag im frühen Nachmittag steht man dort in einer Schlange um einen Tisch zu bekommen… gelohnt hat es sich allemal und solltet ihr nach Ventspils fahren kann ich das Skroderkrogs nur wärmstens empfehlen…

…dann geht es weiter die Küste entlang bis wir einparken… heute zum Glück wieder mit Meerblick und Rauschen…

…der Platz auf dem wir heute stehen hat wirklich keine guten Bewertungen, dafür aber eine grandiose Aussicht… man steht direkt an den Klippen und schau vom Bett aus auf‘s Meer…

…die Toiletten sind in der Tat ziemlich abenteuerlich… aber irgendwas ist ja immer…

…die Aussicht hingegen…….

…Rigas Regen…

…hier ist Mückenland… bloß weg… selbst dick eingelegt in Maga Super finden die Drecksviecher die 3cm am Körper ohne Mückenschutz… die kurze Hunderunde bring mir drei neue Stiche ein und das entleeren der Toilette auch noch einmal zwei… vielen Dank und auf nimmer Wiedersehen Mückenland…

…als kleinen Trost finden wir noch einen Wanderstein, der uns nun zurück bis Deutschland begleiten wird…

…Elche gibt es für mich leider immer noch nicht…

…stattdessen rennt uns ein Reh vors Auto… dank guter Reaktion und Vollbremsung verfehlen wir das Tier um einen knappen Meter und kommen so alle mit dem Schrecken davon…

…wach sind hier nun definitiv alle…

…ein Zwischenstopp am Superalko lässt uns dann noch diesen lustigen Kammeraden treffen…

…es geht weiter nach Riga… wir haben uns wegen des Wetters gegen Tuja entschieden, denn es ist eher kühl und regnet ab und an… das ist nichts für den Strand…

…es ist bereits unser dritter Besuch in der Hauptstadt… geparkt wird wieder am City Camping und dann geht es auf in die Altstadt…

…schön ist es hier und wir essen wirklich gut, wenn auch nicht wirklich günstig… Hauptstadtpreise…

…aber es gibt auch die andere Seite der schicken Stadt mit ihren schön zurecht gemachten Häuserfronten… da findet man Verfall an alles Ecken… Brücken die bröckeln (und das hat sie vor drei Jahren schon getan) und mit Tüchern verkleidete Häuserfronten von abbruchreifen Häusern…

…danke Riga… schön und interessant war es den Regentag bei dir zu verbringen… morgen geht es für uns weiter an die Küste, wohin genau, das wissen wir noch nicht…

…Haapsalu…

…unser Wecker klingelt um acht und so sind wir um halb neun auf dem Weg zur zehr Uhr Fähre zurück aufs Festland…

…Goodbye Hiiumaa und danke für eine wundervolle Zeit, die wir sicher so schnell nicht vergessen werden…

…bis in das Städtchen Haapsalu ist es nich weit und so stehen wir schon mittags um halb zwölf auf dem Platz… er ist zweckmäßig und etwas zu teurer aber nun gut… für eine Nacht ist das wohl ok… schließlich wollen wir die Stadt sehen..:

…Haapsalu ist wunderschön, wir sind wirklich begeistert… und obwohl Sonntag ist fühlen wir uns fast wie die einzigen Touristen hier… „Ausländische Touristen“ haben wir jedenfalls keine gesehen… und es ist e hat wenig los in den Straßen und den Cafés…

…natürlich statten wir auch der Tschaikowski Bank einen Besuch ab, wenn wir schon mal hier sind…

Der weltberühmte russische Komponist Pjotr Tschaikowski machte im Jahr 1867 Urlaub in Haapsalu. Zu seiner Ehre wurde die Gedenkbank auf der Schokoladenpromenade errichtet, wo der Maestro gern den Sonnenaufgang beobachtet und Schwäne bewundert haben soll.

Interessant zu wissen: In Haapsalu hat Tschaikowski die Arbeit an der Oper „Woiwode” fortgesetzt und den Klavierzyklus “Souvenir de Hapsal” geschrieben. Er hörte hier das estnische Volkslied „“Kallis Mari“ und dieselbe Melodie nutzte er später in seiner berühmten VI. Symphonie. Die Anfangsnoten der Melodie wurden auch auf die Gedenkbank aus Dolomit gemeisselt. Quelle: http://www.visitestonia.com

…heute wird nicht gekocht, wir essen (und trinken in Ort)… lecker Wein, schöne Aussicht… es gefällt uns gut, dieses Haapsalu…

…der Rückweg führt uns an einem Friedhof vorbei… interessant zu lesen, dass viele alte Gräber deutsch beschriftet sind… wenn man sich mit der Geschichte des Landes befasst, verwundert dies nicht!

…Morgen steht uns wieder eine längere Etappe bevor… der Rückweg beginnt…

…der Versuch zu duschen ist sehr interessant, aber ich bin danach zumindest sauber genug um mich wieder wohl zu fühlen… den Mücken sei dank können wir heute wirklich nicht draußen sitzen (und zimperlich sind wir nicht), darum sitzen wir schon früh drinnen und sind ebenso früh im Bett…

…Wischwasch…

…es gibt Kaffee mit Meerblick, Möwengekreische und absolut ruhige See… immer noch sind wir allein auf diesem traumhaften Stückchen Erde…

…einen wirklich tollen Platz haben wir hier gefunden und eigentlich möchte niemand von uns hier weg…

…dennoch fahren wir weiter… wieder in Richtung Zivilisation… allerdings müssen wir vorher den doch recht abenteuerlichen Rückweg bezwingen…

…nach drei Tagen irgendwo im Nirgendwo ist der Ruf nach einer Dusche laut und so steuern wir den Hafen von Kärdla an… vorher aber machen wir einen Stop bei Ristimägi…

Ristimägi ist ein mit Kreuzen bedecktes Gebiet beiderseits der Landstraße. Dessen Entstehung steht im Zusammenhang mit der Deportation der Schweden von Reigi im August 1781. Katharina die Große von Russland unterzeichnete einen Erlass, nach dem sich die Schweden in einem Gebiet im Süden der Ukraine neu niederlassen sollten.
Vor ihrer Deportation versammelten sich die Schweden am 20. August 1781 alle noch einmal für einen letzten Gottesdienst an dem Platz, der heute als Ristimägi bekannt ist. So wurde Abschied von dem Ort genommen, der den Schweden schon mindestens 400-500 Jahre Heimat gewesen war. Zunächst wurde der Hügel der Kreuze zu dem Platz, an dem jeder vor seiner Abreise von der Insel ein Kreuz errichtete. Heutzutage ist es genau anders herum: Besucher, die zum ersten Mal nach Hiiumaa kommen, fügen nun hier ihr Kreuz hinzu. (Kopiert von puhkaeestis.ee)

…nachdem nun auch unser Kreuz hier steht geht es weiter nach Kärdla… waschen, duschen, Sauna…

…fast nur Finnen liegen hier im Hafen, ein paar Schweden und das war es dann… da wird dann auch bei 80 Grad in der Sauna Bier getrunken… nun gut…

…Einstein übt schon mal wie man als Bootskapitän so sitzt während im Hafen ein Konzert einer einheimischen Band stattfindet, zu dem jeder Besucher sein eigenes Weinglas mitbringen… sehr interessant… da wir aber den Abend in der Sauna verbracht haben lauschen wir dem Ganzen lieber gemütlich in Jogginghosen vom Wohnmobil aus…

…Zickzack…

…die Nacht war herrlich ruhig und wir werden tatsächlich erst gegen halb zehn vom Meeresrauschen wach… so sollten Tage immer beginnen…

…frühstücken wollen wir an einem anderen Spot, also brechen wir ohne viel Tamtam auf…

…ein kurzer Stop am „Supermarkt“ und weiter geht’s zum Frühstücksplatz…

…ein schöner Ort an einem alten Hafen ist perfekt für unsere Frühstückspause… natürlich mit Meeresrauschen…

…weiter geht’s der Küste entlang und einfach mal der Nase nach rechts rein, weil dort eine alte Kirche sein soll… neben uralten Gräbern gibt es auch neue und eine wirklich schöne Atmosphäre… ein toller Ort!

…wir folgen weiter der Küste…

…die nächsten zwei Plätze die wir anfahren sind leider nichts für uns zum Übernachten… einer stinkt und zum anderen kommen wir garnicht, wegen der eng stehenden Bäume und unserer 7,5 Meter Länge… aber ein Strandspaziergang ist allemal drin…

…weiter geht’s über Waschbrettpisten in den nächsten Ort…

…schlußendlich entscheiden wir aber zurück zu fahren zu dem Platz von unserer Frühstückspause… was sich als perfekte Wahl herausstellen sollte…

…denn wenn auf den letzten Plätzen an denen wir frei gestanden haben schon immer noch irgendwo auch ein Mensch zu sehen war, sind wir hier mutterseelenallein… kein Mensch so weit das Auge reicht… der Hund darf frei laufen und das Kind auch 😉

…die Nase in den Wind…

…am Morgen ist es windstill und wunderbar friedlich an unserem kleinen Strand…

…Füße ins Wasser und Kaffee… dann geht es weiter für uns… wohin? Das wissen wir noch garnicht… entlang der Küste fahren wir ein Stück und haben den nächsten menschenleeren Strand vor unseren Füßen…

…ein kurzes Bad und einen Bremsenbiss später tuckern wir weiter durch den dicht bewaldeten Mittelteil der Insel Saaremaa… bis am Horizont wieder das Meer auftaucht…

…Panga Pank konnte uns wenig beeindrucken aber nun gut… weiter der Küste entlang…

…beim Tankstop überlegen wir uns, doch schon heute nach Hiiumaa überzusetzen… also machen wir Mittagsschlaf im Hafen von Triigi…

…wir bekommen tatsächlich noch ein Ticket für die 17 Uhr Fähre und verlassen Saaremaa…

…im Hafen von Söru gibt es einen Campingplatz mit Waschmaschine und Restaurant, den wollen wir anfahren…

…leider findet dort offensichtlich ein Gothic Festival statt und der Platz besteht überwiegend aus tiefen Fahrspuren in der pratschigen Wiese…

…also: nichts wie weg hier…

…schlimm ist es nicht, denn ein paar Kilometer weiter gibt es diesen wundervollen Platz:

…offensichtlich machen wir wohl Leuchtturmhopping hier in Esti… auch mal schön!

…dieser ganze Urlaub ist ohnehin sowas von entspannend… man muß morgens nicht wissen was man Abends macht und lässt sich einfach durch den Tag treiben… die Nase in den Wind und los… traumhaft…

…ich würde gar behaupten: heute haben wir mal wieder alles richtig gemacht…

DAS ist die Aussicht aus dem Bett:

…und DAS der heutige Sonnenuntergang:

…Saaremaa…

…gestern war viel Regen und Wind… Bad Hair Day… darum waren wir viel im Bett, in der Bar und in der Sauna…

…gegen Abend wird es besser, nur der Wind bleibt…

…gegen 5 Uhr attackiert mich eine Mücke… sie überlebt das Attentat zwar nicht aber ich bin wach… eine Runde laufen, duschen und dann geht es los nach Kuressaare… viel los ist hier nicht… kaum Autos, leere Cafés… und das am Markttag… wir kaufen Pilze auf dem Markt und Schokolade im Schokoladengeschäft…

…und dann weiter… Der Asphalt endet und jetzt wird es wirklich einsam…

…nach einigen Kilometern Waschbrettpiste erreichen wir unseren Platz für heute… irgendwo im Nirgendwo…

…es ist wunderbar einsam hier und ein großes Gebüsch bietet uns einen guten Schutz gegen den Wind…

…zum Abend hin reißt es noch auf und wird richtig schön… Besuch bekommen wir noch aus der Schweiz, ganz lustiger Zufall… man kennt sich aus dem Netz und trifft sich live am Ende der Welt…

…das Wetter wird noch ganz ganz toll und auch der Abend wird uns allen noch lange in Erinnerung bleiben… so ein toller Ort hier, wir sind ganz verliebt!

…wirklich ein besonderer Tag…

…Inselreif…

…ein Strandspaziergang, ein Kaffee und dann geht es für uns weiter… eigentlich schade, heute ist es richtig schön aber wir wollen weiter ziehen…

…die Küste entlang bis es nicht mehr weiter geht…

…dann nehmen wir die Fähre nach Saaremaa… kaufen Brot auf Muhu und parken direkt am Wasser… traumhaft… so wie das Brot…

…hier gibt es nicht viel… einen kleinen Hafen, ein Restaurant und ganz viel Ruhe… Ruhe… noch mehr Ruhe… ach ja… und die Sauna… aber die sparen wir uns für morgen auf…

…heute genießen wir den herrlichen Sonnenuntergang und die friedliche Stimmung…

…Morgen wartet wohl ein Regentag auf uns aber es möchte bisher der einzige sein und mit Sauna und Strandbar ist das sicher auszuhalten…

…Tuja again…

…auf nassen Straßen verlassen wir nach einer unruhigen Nacht Vilnius…

…wir sind beide etwas Magen-Darm geplagt und nicht wirklich fit aber nun gut… weiter geht es in Richtung Lettland… der Regen in der Nacht hat es deutlich abgekühlt und ich habe nach langem nochmal kalte Füße…

…es ist Sonntag und die Autobahn leerer als leer… wir teilen sie nur mit den Rennschnecken, die auf der Fahrbahnmarkierung in den Startlöchern sitzen um dann pfeilschnell die Straße zu queren… leider waren sie zu schnell für ein Foto, ich habe also keine Beweise 😉

…im Nachmittag erreichen wir Tuja… zum dritten Mal sind wir nun hier auf dem Platz… es ist einfach immer wieder traumhaft und lecker hier… deshalb heute hier ein Stop für die Durchreise…

…nach dem Diätprogramm muß natürlich noch ein ausgedehnter Strandspaziergang her…

…menschenleere Strände… Wind… Wasser… das sind die Gründe warum wir die Küste hier so sehr lieben… es ist einfach ein Traumland… mein Traumland! Das Heimatland meines Großvaters!

…Uzupis…

…ein letztes Mal morgen in den wundervollen See springen… ein letztes Mal über die Bellstraße auf die Summautobahn…

…dann rollen wir vom Platz und verlassen Polen über den gerade mal 65 km langen Streifen zwischen Belarus und Kaliningrad…

…immer schnurrgeradeaus… hier mal ne Kurve oder dort… aber dann wieder geradeaus… mit viel Nichts und noch mehr Nichts…

…und nach dem Nichts kommt noch mehr Nichts… bis wir kurz vor Vilnius sind, dann ist da etwas Stadt… wir parken recht zentral und machen uns auf zur Altstadt…

…diese kann uns leider nicht sehr begeistern und so geht es nahtlos weiter nach Uzupis…

…im alternativen Stadtteil Užupis gibt es Street-Art und Installationen wie etwa einen Bronzeengel, eine Nixenskulptur am Flussufer sowie Tafeln mit der nicht ganz ernst gemeinten Verfassung der selbst ernannten „Republik Užupis“. Die Straßen des Viertels sind von Künstlerateliers, Boutiquen lokaler Designer, trendigen Cafés und internationalen Restaurants gesäumt….

…dort verbringen wir einen schönen Samstag Abend mit Stadttrubel… das ist schön… aber es ist schöner, morgen wieder ins Hinterland zu fahren…

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