…Nichts…

…was ich heute gemacht habe? Nichts!

…ich war mit dem Board auf dem See… hab in den Himmel gestarrt… ich bin geschwommen und ich hab auf dem Board in den Himmel gestarrt…

…dann hab ich noch auf dem Board gelegen und geschwommen…

…und in den Himmel gestarrt…

…und so weiter und so fort… bis der Tag zu Ende war…

…das Kind haben wir wieder nur gesehen, wenn es hungrig war… die restliche Zeit verbrachte es bei der Kinderanimation des Platzes: dem See und den Fröschen!

…aufgrund dessen, dass sich die Ereignisse heute so derart überschlagen haben, entscheide ich nur einen Blogbeitrag für zwei Tage Nichtstun zu schreiben…

…machen wir also am nächsten Tag weiter mit viel Nichts…

…was erstmal nicht funktioniert, weil uns Explosionen von Panzergranaten wecken… so nah an der russischen Grenze (es sind keine 100km mehr) erschreckt einen diese Tatsache doch sehr… nachdem ich dann richtig wach bin fällt mir wieder ein, dass es vor drei Jahren auch so war und hier ganz einfach ein Truppenübungsplatz auf der anderen Seite des Sees ist…

…gehen wir also wieder über zum Nichtstun…

…wir schlagen uns ziemlich gut mit dem Nichts aber es ist auch wirklich brütend heiß…

…so verbringen wir auch diesen Tag in Wasser und Schatten…

…zum Abend zieht ein kleines Gewitter durch und sorgt für etwas Abkühlung… aber leider auch dafür, dass die Sonne heute weitaus weniger hübsch untergeht…

…es geht früh ins Bett, denn morgen wollen wir weiter ziehen…

…Rożyńsk…

…es wird ausgeschlafen und dann geht es ohne Umwege direkt auf/in den See… einfach traumhaft…

…wunderschön ist es hier und wir genießen die Ruhe und den Frieden in vollen Zügen… einfach auf dem Board liegen und in den Himmel schauen mitten auf dem See = unbezahlbar

…auf der Radtour des Mannes gab es sogar einen Elch… schade, ich hätte ihn auch gern gesehen…

…mittags machen wir einen Ausflug ins Dorf um den dortigen Supermarkt zu inspizieren…

…hier in Masuren sind dann nun wirklich Störche an allen Ecken und Enden…

…im Supermarkt hingegen… naja… es gibt ca. 30 verschiedene Biersorten und Chips… wir kaufen zumindest mal 2 Liter Bier, ein paar Keks, etwas das wohl ein Brot ist und Chips…

…das Kind wurde übrigens den ganze Tag lang nur dann gesichtet, wenn Hunger sich breit machte, ansonsten wurde gepaddelt und geschwommen… geschwommen hat heute zum ersten Mal so richtig auch Herr Einstein… wunderbar…

…und dann noch so ganz nebenbei das Highlight des Tages:

…roadtrippin…

…was zu erwarten war: der Reifen hat die Luft NICHT gehalten…

…also runter damit… der nächste Eurostar ist nicht weit… morgens um halb acht in Polen könnte man sich Besseres vorstellen… aber nun gut… schlimmer hingegen ist, dass nicht der Reifen den Schaden hat sondern die Felge…

…spontan entscheiden wir uns gegen die Autobahn und fahren die 40km kürzere Strecke über Land… weit kommen wir nicht:

…wir waren zu schnell… unglaublich mit diesem Wohnmobil aber wahr… 55€ später dürfen wir dann die Weiterreise antreten…

…ob die Idee gut war überLand zu fahren? Man weiß es nicht… schön zu sehen all die kleinen Orte in Landesinneren aber die Strecke zieht sich wie Kaugummi durch den viel zu warmen Tag…

…dazu kommen von Hirnfraß betroffene LKW Fahrer… aus der Kategorie „kann man mal machen – muß man aber nicht“, haben wir so einige Erlebnisse auf dem heutigen Roadtrip…

…es ist fast halb Fünf als wir dann endlich ankommen… alle Viere recht gerädert von den 1500km die nun insgesamt hinter uns liegen…

…jetzt ist erstmal entspannen angesagt… die nächsten Tage verbringen wir auf dem Wasser…

…es gibt wohl weitaus Schlimmeres als hier die Hitzewelle aushalten zu müssen…

…keine Störche?

…den Stellplatz haben wir Oldtimer heute Nacht für uns… der LT aus Dänemark und wir sind die einzigen Gäste… dementsprechend ruhig ist es… wunderbar…

…offenbar ist es sogar so ruhig, dass nicht mal mehr der Hund Lust hat sich zu bewegen… Alles in Allem kann ich sagen: Sächsische Schweiz = klare Empfehlung -> wir kommen wieder!

…wie dem auch sei, es nutzt ja nix… um halb neun rollen wir vom Platz… weiter nach Polen…

…eigentlich hatten wir hier, so weit im Osten schon Störche erwartet… aber nichts… kein Storch, kein Nest, kein Nix… auch in Polen… weit und breit kein Meister Adebar…

…doch dann, kurz vor der Ankunft sind sie überall… in den Feldern, am Himmel und auf ihren wunderschönen Nestern… endlich Störche!

…der von uns anvisierte Campingplatz gleicht leider eher einem Festival, so dass wir gleich weiter fahren…

…zum Glück finden wir ein paar Kilometer weiter einen Platz am See wo es um einiges ruhiger ist (auch wenn wir dummerweise etwas zu nah an den Müllcontainern einpacken)…

…leider sieht der Hinterreifen etwas ungesund aus… und tatsächlich fehlt ihm 1 bar Luftdruck… warum ist erstmal nicht ersichtlich für uns… zum Glück haben wir aber unseren 12V Kompressor an Board… morgen werden wir sehen ob der Reifen die Luft hält… blöd ist das…

…für heute aber geht es erst mal ab aufs Wasser…

…Festung Königstein…

…endlich Urlaub… endlich ausschlafen…

…heute steht etwas Kultur auf dem Programm, es geht zur Festung Königstein… ein schöner Aufstieg durch den Wald wird belohnt mit sagenhaftem Weitblick und einem wirklich faszinierenden Bauwerk…

…einer schöner Ausflug bis in den Nachmittag…

…dann muß aber dringend ein Biergarten an der Elbe her…

…Biergarten mit Minigolf, direkt neben dem Wohnmobilstellplatz macht dann wirklich alle glücklich und zufrieden…

…gegessen wird wieder nebenan in der Strandbar… ich bin wirklich erstaunt, wie entspannt ich es hier finde obwohl es Sonntag ist und viele Touristen unterwegs… vielleicht liegt das aber auch daran, dass wir noch 3 Wochen Urlaub vor uns haben…

…heute wird kein langer Abend… wir sind müde vom wandern und wollen morgen zeitig los in Richtung Polen…

…Alles in Allem hatten wir einen tollen ersten Urlaubstag und sind total zufrieden und entspannt (selbst ich)…

…wir sitzen noch etwas draußen an der Elbe und genießen das Wetter aber dann geht es auch ins Bettchen… morgen wird ein langer Tag…

…ab an die Elbe…

…online bezahlen hat nicht funktioniert am Platz… daher sind wir früh auf und zahlen um 8 beim Platzwart… da wir ohnehin zeitig los wollen ist das auch nicht weiter schlimm…

…pünktlich um 9 Uhr fahren wir vom Platz und rappeln die ersten 200km der Strecke ab… dann Frühstück und weiter geht’s…

…nach endlosen leeren Autobahnen wird es um Dresden dann doch wieder voll und wir müssen dank Stau auf die Landstrasse ausweichen…

…die letzten 70km über Land ziehen sich wie Gummi und so kommt es, dass es bereits 16:30 Uhr ist als wir endlich Königstein erreichen…

…hier treffen wir es allerdings wirklich schön an und haben für die nächsten zwei Nächte ein Bett mit Elbblick… traumhaft!

…Vollgas…

…wie sollte es auch anders sein, als dass wir auf die letzten Tage noch basteln und werken was das Zeug hält…

…neuer Fußboden hier… neuer Lüfterschalter dort… Fußleisten nicht zu vergessen… neue Felgen und Reifen… usw. usw.

…so kommt es dazu, dass es auch am Vorabend der Abreise noch aussieht wie auf einer Großbaustelle und zwischendurch wird noch schnell Brombeermarmelade gekocht… nun gut… wie immer ist alles viel zu hektisch und viel zu viel…

…tatsächlich sind wir dann doch pünktlich zur Abreise fertig… fix und fertig…

…also wir…

…der Hund ist fit…

…dann haben wir es endlich geschafft, es ist Freitag Nachmittag kurz vor vier und wir rollen vom Hof… auf in 3,5 Wochen Abenteuer…

…tatsächlich kommen wir staufrei bis Wetzlar, wo wir die erste Nacht verbringen werden…

…ich kann es noch garnicht glauben, dass wir nun wirklich unterwegs sind… ENDLICH ! ! !

…gegen 19 Uhr erreichen wir endlich Wetzlar… wir essen ganz wunderbar im „Fish & Steak“ geführt von jungen Muslimen… toller Laden ! ! !

…das soll es dann auch schon gewesen sein an Tag 1

Gute Nacht:

…Roermond…

…der Sturm schaukelt uns durch den Schlaf während der Pelletofen sich anhört wie eine Alienmutter die ihrem Zögling ein Schlaflied singt…

…zu unserem Erstaunen werden wir von strahlendem Sonnenschein geweckt…

…was mich dazu bewegt, mit dem Hund erstmal ausgiebig die Gegend zu erkunden… Vögel… viele Vögel… und Dachse… Krähen, die auf der Straße Muscheln knacken… schön hier…

…im Hausboot gibt es dann auch eine feindliche Machtübernahme… oder auch: Angriff der Killerschwäne…

…wie dem auch sei… wir geben uns geschlagen und machen uns auf in die Innenstadt…

…natürlich müssen wir uns auch die Rurmündung ansehen… sehr faszinierend… hier schön zu sehen DIREKT hinter diesem verrottenden Hausboot…

…auf dem Markt ergattern wir Rosinenbrötchen fürs Kind und zumindest eine Verschnaufpause mit Rurblick legen wir ein, bevor wir wieder zum Hausboot schlendern… Mittagessen mit Ausblick… ohne Schwan…

…am Nachmittag machen wir noch etwas die Umgebung unsicher… schön ruhig hier abseits der Stadt und doch nur einen Katzensprung entfernt…

…danach genießen wir noch unser Hausboot in vollen Zügen bevor wir morgen Mittag wieder heim müssen… ABER: wir kommen wieder!!!

…Regen und Sturm…

…und Sturm und Regen…

…ich habe das Gefühl es hört einfach nicht auf zu regnet… seit der Mann beruflich für zwei Monate nach Südamerika gegangen ist, wo derzeit wohlgemerkt Sommer ist, regnet es hier gefühlt nur noch… ein paar kurze Sonnenstunden vielleicht mal zwischendurch und dann wieder Regen… manchmal Sturm aber IMMER Regen…

…aber heute packe ich unsere Sachen und belade das Auto… wir müssen mal etwas anderes sehen… die Wettervorhersage ist ekelerregend und ein weiteres Orkantief im Anmarsch… EGAL! Wir fahren…

…die Anfahrt gestaltet sich tatsächlich sehr wackelig… aber dann… dann sind wir da…

…hier scheint das Unwetter noch nicht angekommen zu sein… zwar weht schon mächtig Wind aber wir nutzen die Zeit erstmal für eine Hunderunde bevor wir unser Domizil fürs Wochenende beziehen…

…wir sind echt platt… das es hier ganz cool werden würde dachten wir schon aber DAS haut uns um… es ist absolut traumhaft… der Wind wiegt das Boot (un)sanft hin und her und überall kracht und knackt es… der Ofen spendet wohlige Wärme… totaaaaal gemütlich finden wir…

…der Hund leider nicht so, er hat ganz schön Angst…

…von der Terrasse aus sieht man Roermond… aber das soll erst morgen unser Ziel sein…

…vielleicht haben wir ja morgen Abend auch das Glück hier mal am Feuer eine Weile draußen zu sitzen… heute haben wir da Angst von irgendwas Herumfliegendem getroffen zu werden…

…der Sturm tobt weiter und es wird langsam dunkel als ich bei Einschalten der Küchenbeleuchtung ein mir wohl bekanntes Knistern vernehme… und so endet der Tag, der mit einem angefahrenen Blumenkübel begann, mit angeschmorten Abzweigdosen und dem Besuch des Vermieters…

…Demut…

…in der Nacht parkt ein Bulli neben uns ein, welcher uns am Morgen dann auch geräuschvoll weckt, weil die Insassen offenbar alles ausschlagen müssen was sich im Bus befindet… ob das nötig ist… man weiß es nicht… wach bin ich jetzt jedenfalls…

…wenigstens hat es geschneit in der Nacht… das entschädigt etwas auf der morgendlichen Hunderunde…

…gegen Mittag machen wir uns auf… ab in den Wald und Abends in Kall essen gehen…

…soweit zumindest der Plan…

…die in der App mit K angegebenen Wege sind mal wieder nicht dort wo sie sein sollen und der Hund will auch lieber machen was ER gerade möchte… dennoch schaffen wir es schlußendlich in einem großen Bogen Kall zu erreichen…

…was uns hier allerdings erwartet stimmt demütig… auch so viele Monate nach dem Hochwasser ist der Zustand vieler Häuser, Geschäfte, Straßen und Brücken mehr als erschreckend…

…aus Rücksicht auf die Menschen die hier alles verloren haben, habe ich keine Bilder der Häuser gemacht… lediglich den Fußballplatz habe ich fotografiert… oder DAS was davon übrig ist…

…eine Schneise der Verwüstung zieht sich durch den ganzen Ort… unvorstellbar…

…unser Weg durch den Ort führt uns auch zum Supermarkt, der augenscheinlich verschont geblieben ist… aber der Schein trügt… alles ein großen Provisorium und die Auswahl mehr als beschränkt… für ein Abendessen bekommen wir dennoch alles was wir brauchen…

…denn so gern wir hier essen gegangen wären (auch um die Gastro zu unterstützen)… es hat alles geschlossen heute (oder dauerhaft)…

…mit sehr gemischten Gefühlen gehen wir zurück zum Wohnmobil, welches im letzten Tageslicht schon auf uns wartet und uns einen letzten Abend beherbergt… morgen früh müssen wir dann auch schon wieder heim… viel zu schnell… mal wieder…

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