…die schöne Pfalz…

…das letzte Glas Wein war schlecht und so kommen wir schlecht aus dem Bett und selbst die Ponys finden uns offensichtlich beängstigend… die Möhre gewinnt aber schlußendlich doch…

…und auch der Wille sich zu bewegen siegt… also was soll‘s… wir laufen einfach los mit unbestimmten Ziel…

…und zumindest bis in den nächsten Ort zum Winzer schaffen wir es dann noch…

…zurück machen wir eine etwas größere Tour entlang der Weinfelder und durch den Ort…

…es ist schon dunkel als wir schlußendlich heim gehen nach diesem kurzen aber durchaus sehr schönen Tag…

…weiter geht‘s…

…wir stehen früh auf und packen zusammen… zur Freude aller kann ich auch wieder sprechen (naja fast aller)… also lassen wir die Saar am Vormittag hinter uns…

…schön ist es doch, am Ende einer Reise nochmal Vertrautes zu besuchen… aber vorerst geht es irgendwo durchs Nirgendwo… weiter und weiter… dennoch ist es schön hier, wie ich finde…

…ich mag ja diese Industrieromantik gern… wir fahren fahren entlang der Strecke des Kuckucksbähnle gen Neustadt an der Weinstraße…

…dort parken wir dann auch ein… in unserem geliebten Wingert im Weingut Estelmann… immer wieder eine Ehre hier stehen zu dürfen…

…ausklingen lassen wir den Abend im Loblocher Schlössel, bei hervorragendem Essen und guten Wein aus dem Weingut Estelmann…

…was uns erwartet wenn wir heim kommen wissen wir noch nicht so ganz… anhand der kletternden Fallzahlen gehen wir schwer davon aus in ein Corona-Risikogebiet zurück zu kehren… wir lassen uns überraschen und genießen die letzten Tage ohne all diesen Kram!!

…Wetter… Wetter… Wetter… und Licht…

…es ist kalt und es regnet…

…ich habe Kratzen im Hals und das Kind niest… großartig… heute ist dann wohl rum gammel Tag… wir laufen nur kurz zum Supermarkt, etwas einkaufen…

…und dann wieder zu unserem Pedro… Heizung an und lecker Kochen… auch das muß mal sein im Urlaub…

…es herbstelt schon sehr überall… das macht Lust auf unser nächstes Ziel… morgen geht es weiter… wir sind sehr gespannt…

…für heute aber steht erstmal nichts mehr auf dem Programm außer einem kuscheligen Abend im Wohnmobil…

…ein wenig raffe ich mich dann doch noch auf und installiere zumindest die Schrankbeleuchtung, die ich für Regentage mit in den Urlaub genommen habe… ok gut… mein Kratzen im Hals hat sich zu einer ausgewachsenen Heiserkeit entwickelt und so möchte eh niemand mit mir sprechen… wie dem auch sei… wir haben nun beleuchtete Wäsche……

…Wandertag…

…das Wetter ist besser als erwartet, fast schön und so wandern wir los… ab und an kommt sogar kurz die Sonne raus…

…ein Stück geht es durch den Ort und dann rauf zur Burg… ein herrlicher Ausblick von hier oben über das am Fuße der Burg liegende Saarburg…

…von dort geht es weiter in Richtung Sommerrodelbahn… erst wieder runter und dann wieder rauf… fast 200 Meter über n.N. liegt die Bahn…

…nach gefühlten 30000 Treppenstufen kommen wir aber doch an… das Kind ist ganz aus dem Häuschen…

…auf Wiedersehen du Mosel du…

…wir packen unsere sieben Sachen und dann geht es los… wir fahren weiter…

…bei Trittenheim lassen wir die Mosel hinter uns…

…bergauf und bergab tuckern wir gemächlich durch den Hunsrück… leider hat auch der Keilriemen wieder beschlossen zu lose zu sein und so begleitet uns ein herzzerreißendes Quietschen bei unserer Tour…

…im frühen Nachmittag erreichen wir Saarburg… der Stellplatz ist gut gefüllt aber wir ergattern noch eine Parzelle mit Flußblick…

…nach einem kleinen Snack machen wir uns auf in den Ort… wirklich süß die Altstadt mit ihrem Wasserfall… außergewöhnlich…

…das Kind wünscht sich sogar noch einen Besuch im Mühlenmuseum und dem kommen wir gerne nach… die alte Wassermühle ist nicht groß aber es gibt einen tollen Film zur Einführung und tolle Artefakte aus vergangenen Zeiten… für die gerade mal 2 Euro pro Person (0,70 € bis 14 Jahre) kann man das locker mal machen…

…im Gegensatz zur Mosel haben hat hier die Gastronomie geöffnet… zumindest die direkt im Ortskern… leider treffen wir nicht die beste Wahl und das Essen fällt somit eher mittelmäßig aus aber was soll es, man kann ja nicht immer alles richtig machen… der Stellplatz ist schön und der Ort auch… morgen wird das Essen besser sein… wir waren einkaufen…

…Weinwandertag…

…wir brechen gegen Mittag auf in die Weinberge… nach der Erfahrung hier im Ort gestern, möchten wir lieber über Tag entspannt im Nachbarort irgendwo essen… also geht es bergauf durch den kleinen Ort…

…und vorbei am unzähligen Weinreben…

…immer höher und höher…

…das Kind weint schon… wir weinen noch nicht… die Aussicht ist einfach atemberaubend hier oben in den Weinbergen…

…dann fängt es an zu regnen und jetzt weinen wir doch alle drei… wir hechten möglichst schnell ins Tal hinab in den Ort… es ist früher Nachmittag und auch hier ist es wie im Nachbarort… ruhig… zu ruhig… den es ist alles geschlossen… kein Wein… kein Essen… wir weinen nun wieder und es regnet obendrein… irgendwo zwischen den Häusern finden den Eingang zu einer kleinen Straußenwirtschaft und zu unserer Freude hat diese im Gegensatz zu allen anderen Lokalitäten sogar geöffnet… wir merken auch schnell warum, denn wenn man DIESEN Wein los werden will muß man zu allen Mitteln greifen… also weinen wir wieder und gehen nach dem nächsten Regenschauer… schleunigst, denn wenn wir noch in den Dorfladen im Ort wollen müssen wir uns sputen…

…fast fühlen wir uns um ein Jahr zurück versetzt, denn in Island kaufte man eben auch das was da war und nicht das was man wollte… so ist es hier auch, denn was wir einkaufen wollten gab es einfach nicht…

…ernüchtert erreichen wir im frühen Abend unser Wohnmobil und sind uns ziemlich einig morgen weiter reisen zu wollen… vielleicht weinen wir auch noch ein bisschen… mal sehen…

…aufwärts mit Anlauf…

…ich schlafe nicht gut… ganz im Gegenteil… in meinem Kopf stelle ich Theorien auf wie wir das Wohnmobil wieder aus dem Schlamm befreien können…

…total bekloppt… am Morgen bekommen wir erst einmal Besuch… sehr niedlich!

…gegen Mittag kommt dann Hilfe und schneller als gedacht steht unser Pedro wieder auf dem befestigten Weg…

…der Platz hat uns alles in Allem nicht wirklich überzeugt, also reisen wir nun weiter den Flußlauf aufwärts… die Weinlese ist hier noch in vollem Gange, überall sieht man die kleinen Traktoren und die Arbeiter in den Weinbergen…

…in Wintrich parken wir wieder ein… auch mit Moselblick aber ohne Schlamm…

…viel los ist hier nicht… auch im Ort nicht… im Gegenteil… es wirkt hier fast ausgestorben und wir müssen leider feststellen, dass man hier vor 18 Uhr auch weder etwas zu Essen, noch etwas zu Trinken bekommt… nun gut… die Aussicht ist toll und das Wetter vom Feinsten…

…irgendwann ist dann doch 18 Uhr… wir gehen zum Restaurant nahe dem Stellplatz… ein Schild hängt an der Türe „heute haben wir nur noch Platz für Gäste mit Reservierung“… ganz großes Kino… wir überlegen morgen einfach weiter zu fahren aber der Stellplatz ist wirklich toll…

…schlußendlich finden wir doch noch ein Restaurant was geöffnet hat… denn auch wenn es hier einen kleinen Dorfladen gibt, es ist Sonntag und so können wir nicht einkaufen und selbst kochen… dies stellt sich dann doch als glückliche Fügung heraus, denn der fangfrische Zander im alten Kelterhaus sucht wirklich seines Gleichen…

…Schifffahrtag…

…morgens mit solch einem Ausblick aufzuwachen kann schon was…

…der erste Urlaubstag begrüßt uns mit wundervollem Herbstwetter… auch wenn der Platz noch immer im Schlamm versinkt…

…wir haben für heute ein wenig Schiff fahren auf dem Plan… zwar stehen wir schon 20 Minuten am Anleger bis dann endlich mal eines kommt aber nun gut… irgendwas ist ja immer… die Fahrt ist kurzweilig und schön…

…es geht nach Traben-Trabach wo der Tag mit Wein und Käse nur so verfliegt…

…auf der Mosel zwischen Enkirch und Trabach muß man durch eine Schleuse… faszinierend wie schnell das Wasser hier ein- und ausgeleitet wird…

…und dann ist auch schon wieder Abend an unserem schönen ersten Urlaubstag…

…Ziellos…

…Ferien… Urlaub… letzter Arbeitstag und dann geht es los… nur wohin? Ja, das ist die Frage….

…die Corona Zahlen schnellen in die Höhe und teilweise gelten wieder mehr Beschränkungen… dennoch wollen wir fahren… wohin auch immer… und das tun wir dann auch… tatsächlich steht bei der Abfahrt auch nur die grobe Richtung fest… wir fahren Richtung Eifel…

…schlußendlich landen wir an der Mosel… zwischen Reil und Pünderich… ein kleiner Platz direkt am Wasser und am Schlamm… schön ist es hier und tatsächlich nicht so voll wie erwartet…

…beim Einparken fahren wir uns fest… nun gut… der nette Platzbesitzer beteuert uns am Sonntag bei Abreise wieder zu befreien und so stehen wir zwar etwas schräg aber mit schöner Aussicht….

…schlimmer ist, dass die Heizung nicht funktionieren will als wir vom Essen zurück sind… also wird hier um 22 Uhr noch das Werkzeug ausgepackt… ein Traum…

…wir schaffen es tatsächlich die Heizung wieder ans heizen zu bringen… ein Glück, denn warm ist definitiv anders…

…Fährfahrtag…

…wir lassen das Baltikum hinter uns und bleiben bis spät nachts noch an Deck und genießen den Blick auf die See…

…morgens werden wir mit dem gleichförmigen brummeln der riesigen Maschine geweckt und sanft gerüttelt… schlafen auf einem Schiff ist wirklich urgemütlich…

…die Sonne scheint den ganzen Tag und es ist schön draußen an Deck… viel mehr machen wir auch nicht über Tag, außer faul in der Sonne zu liegen…

…auf einem Schiff sein ist wirklich schön… immer gibt es etwas zu sehen an irgendeiner Seite und man wird entspannt von A nach B transportiert… in diesem Fall zwar eher von K nach K aber nun gut… entspannend…

…gegen 17 Uhr laufen wir in Kiel ein und nur eine Dreiviertelstunde später sind wir auf der Autobahn und fahren in die Nacht hinein…

…eigentlich wollten wir noch zwei Nächte irgendwo stehen aber bei den angesagten Temperaturen und überfüllten deutschen Badestellen starten wir doch lieber durch Richtung Heimat und Pool… 560 km gilt es noch abzureißen…

…wir fahren in die Nacht hinein…

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