…Wandertag…

…Regen… Regen… Regen…

…nichts als Regen…

…die ganze Nacht…

…den ganzen Morgen…

…da jagt man ja keinen Hund vor die Tür…

…gegen Mittag wird es vermeintlich besser und wir packen uns ein in Regenkleidung und ab auf den Eifelsteig… getreu dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter!“

…tatsächlich kommen wir recht trocken bis Olef… ein paar Schauer ab und an aber es könnte weitaus schlimmer sein…

…schlimmer zum Beispiel sind einige der Wege die ich so ausgesucht habe… andererseits sehen wir hier viele Tramelpfade von Tieren die unseren „Weg“ (wenn man es so nennen kann) kreuzen… sehr interessant… anhand der Fußspuren können wir auch erahnen was es für Tiere waren…

…schlußendlich erreichen wir dann auch unser Ziel Olef…

…viel zu sehen ist auch hier noch vom Hochwasser im letzten Jahr… das wirkliche Ausmaß der Schäden lässt sich nur erahnen…

…der von uns anvisierte Gasthof allerdings hat tatsächlich geöffnet und es gibt Bier und Steak…

…endlich…

…schnell ereilen uns aber ganz andere Probleme…

…ohne Sohle geht es also für den Mann auf die 6 km Rückweg… nun gut…

…pünktlich mit dem letzten Licht des Tages und dem nächsten heftigen Regenschauer erreichen wir Golbach, wo unser Wohnmobil schon auf uns wartet… jetzt gibt es erstmal Abendessen für den Hund, der merklich fertig ist…

…Regen… Sturm… und Wein…

…Regen und Sturm…

…und Sturm und Regen…

…genervt zerrt der Hund mich gegen zehn aus dem Bett… freiwillig aufstehen will hier nämlich Keiner heute…

…dann endlose Überlegungen wo wir heute hin fahren… Grundvorraussetzung: eine Dusche! Wir stinken langsam…

…kochen möchten wir eigentlich auch nicht unbedingt… wir, in dem Fall, bedeutet ICH!

…hin und her… und kreuz und quer überlegt fahren wir dann doch los in Richtung Kall… ein kleiner Stellplatz an einem Bauernhof im Vorort Goldbach…

…schön ist es hier… wenig los und ein ganz netter Empfang… noch sehr deutlich zu sehen, die Spuren des Hochwassers, auch wenn der Platz schon wieder sehr gut saniert worden ist…

…eine kleine Regenpause nutzen wir für eine Hunderunde zum Hochkreuz…

…eine schnelle halbe Stunde und dann prasselt auch schon wieder Regen in dicken Tropfen auf unser Dach…

…in Kall dachten wir gibt es sicher eine Gaststätte… aber nein… alles geschlossen… entweder Ferien oder Hochwasser… Pleite wegen Corona steht auch hoch im Kurs… so gibt es Nudeln, Wein und Kartenspiele…

…auch ja… UND Regen… Regen… Wein… und Regen…

…außer uns gibt es nur zwei weitere Wohnmobile auf dem Platz (es gibt 10 Stellplätze)… die heiße Dusche ist der absolute Hammer und Wischs ein sie so „fast“ für uns alleine… ich will da garnicht mehr raus…

…Morgen: neuer Tag – neuer Versuch…

…welcome 2022…

…am Morgen ist der Kopf tatsächlich noch etwas dick… aber alles im Rahmen, denn wir waren schließlich nur mit dem vor Angst zitternden Hund zuhause auf dem Sofa in der Silvesternacht…

…gegen Mittag rollen wir also vom Hof in Richtung Eifel… endlich nochmal unterwegs… was hat uns das gefehlt…

…eine gute Stunde Fahrt und dann sind wir auch schon am ersten Ziel…

…wir parken ein am weißen Stein…

…erwartet werden wir hier schon von Freunden und auch die Betreiberin des Platzes scheint sich über unsere Ankunft sehr zu freuen… das Willkommensgeschenk freut UNS jedenfalls sehr…

…auf der Hunderunde dann wälzt sich selbiger im Gülle…

…ein Traum…

…Tag 1 somit -1 Hose, -1 Hundemantel…

…aber nun gut… so ist das eben…

…der Abend ist kurzweilig mit… Lagerfeuer, Glühwein und schönen Gesprächen… die Kinder stromern mit Taschenlampen durchs Gelände oder sitzen auch bei uns am Feuer… so muß das sein…

…nach einer ruhigen Nacht machen wir uns auf zum weißen Stein… schließlich muß ein Einstein mal sitzen auf dem weißen Stein… tut er dann auch…

…auch sonst ist es sehr hübsch hier…

…wir wandern viel und genießen den Tag… der Platz ist schön und lädt durchaus dazu ein wieder zu kommen…

…den nächsten Ort wollen wir uns natürlich auch ansehen… vielleicht gibt es dort eine Wirtschaft in die man einkehren kann… auf ein Bier oder zwei…

…tatsächlich gibt es die auch… welch Freude, sie hat sogar geöffnet…

…Nein warte…

…wir haben unsere Masken vergessen und einen Ausweis habe ich auch nicht dabei… WIE doof kann man eigentlich sein…

…so bleibt es dann bei trauter Viersamkeit und Rotwein im Wohnmobil… morgen dann ein neuer Ort und eine neue Wirtschaft… vielleicht gibt das ja was…

…dann zieht sie wieder auf… die rabenschwarze Nacht… es ist Neumond und hier oben am weißen Stein gibt es ohnehin kaum etwas, was Licht spenden könnte… der Platz hat sich merklich gelehrt und so endet der Blick aus dem Fenster an einer schwarzen Wand… stürmen soll es heftigst und regnen heute Nacht… wir sind gespannt…

…der Regen kommt rasch und auch der Wind nimmt stetig zu… das Klackern der Heizung verheißt nichts Gutes… das Gas ist leer… also nochmal raus bei dem Wetter und die neue Gasflasche anschließen… erfrieren wollen wir schließlich nicht, jetzt wo die Klopfstörung endlich beseitigt ist…

…Aufbruchstimmung…

…das letzte Glas Wein war offenbar schlecht… mir ist jedenfalls schlecht als ich in der Früh aufwache…die geplante Wanderung schlage ich mir also vorerst aus dem Kopf und versuche es mit Mittagsschlaf nachdem Kind & Hund versorgt sind…

…erst springt das Kind durchs Wohnmobil, dann der Hund…

…traumhaft…

…auf der Suche nach neuer Milch findet das Kind Maden im Vorratsschrank… zu lange Schrauben von Außen haben ein Tetrapak mit Tomatensoße angebohrt und die Zeit hat das Übrige erledigt…

…traumhaft…

…nachdem das Chaos beseitigt ist versuche ich es erneut mit Mittagsschlaf…

…der Platzwart versucht es mit Rasenmähen…

…traumhaft…

…also bleibt mir wohl nichts übrig als Gleiches mit Gleichem zu bekämpfen…

…das wiederholen wir zweimal und dazu gibt es Salat… siehe da… leben tut nicht mehr ganz so weh… dennoch wird das heute mit wandern wohl eher nichts mehr und so vertreiben wir uns die Zeit bis zum Essen im Ort und im Wohnmobil…

…bevor wir uns aufmachen wollen in den Ort zum Abendessen fällt kurzerhand die Spiegeltüre des Badezimmerschranks aus seiner Verankerung und zerbricht in tausend Stücke…

…traumhaft…

…in der Tat ein seltsamer Tag heute aber nun gut… das nützt ja nun auch nichts…

… wir gehen ein letztes Mal den schönen Weg an der Mosel entlang nach Ediger-Eller… der Herbst hat mit großen Schritten Einzug gehalten in der vergangen Woche und taucht die Bäume und Sträucher in die tollsten Farben… es ist schade, morgen heim zu müssen aber so ist das nun mal…

…im Restaurant bekommen wir nicht den Tisch, den wir reserviert hatten… usw…

…traumhaft…

…gehen wir besser nicht weiter drauf ein… es war lecker, wir sind satt…

…kalt ist es geworden und ein wenig traurig sind wir… morgen früh geht es heim… für den Rest des Jahres, aus Gründen… so darf ich euch hier Ende Oktober schon frohe Weihnachten und einen guten Rutsch wünschen… bis in 2022 dann!

…Bullay…

…ich schlafen nicht gut… in meinen Träumen versuche ich der atomaren Auslösung zu entgehen… warum?

…wer weiß das schon…

…vor dem Fenster am Fußende des Bettes fahren weiter die Schiffe vorbei… wie immer… egal ob Sturm oder atomare Auslösung… die Schiffe fahren immer unbeeindruckt weiter…

…müde hin… müde her… nach dem Frühstück macht Einstein seine erste Bustour… wir fahren bis Alf und von dort geht es dann entlang der Moselschleifen…

…naja gut… erstmal müssen wir uns erfrischen…

…dann gehen wir aber wirklich los… schön ist es hier… kalt aber schön…

…ewig lang ist der Weg nicht… schön aber dafür…

…das findet auch das Kind…

…wir kehren im späten Nachmittag in Bullay ein zum Essen…

…gute Wahl… alles richtig gemacht heute… gute Nacht 🌙

…Pausetag…

…der Sturm gibt sich alle Mühe… das Wohnmobil wackelt so sehr, dass die Tassen im Schrank klappern und das Kind panisch unter meine Decke kriecht… der Hund noch oben drauf und so ist an Schlaf nicht zu denken… zumal das Wetter auch schon so eine Geräuschkulisse hat die seines Gleichen sucht…

…nur die Schiffe… die fahren unbeeindruckt weiter entlang der Mosel…

…am Morgen wird dann klar das wir Glück hatten… der Vorzelte der Wohnwagen um u s herum hat es zerrissen und die Gestänge liegen quer über den Platz verteilt…

…zwei Parcellen weiter war gestern ein älteres Ehepaar und wollte den Wagen heim holen für den Winter… offenbar ging das Auto kaputt, denn es wurde vom ADAC abgeschleppt… nun hat es denen heute Nacht das ganze Vorzelt zerrissen…

…wir betrachten uns das Ganze erstmal eine Weile von Innen…

…das Wetter bessert sich dann doch allmählich gen Mittag…

Wir kümmern uns um die Hausarbeit und gehen dann in den Ort um etwas zu trinken.. und da sind sie wieder unsere Probleme an der Mosel:

…schlußendlich finden wir doch noch eine geöffnete Vinotetk…

…lange hält der (Wetter)frieden nicht und wir müssen zurück ins Wohnmobil… auch, weil Frau Doof ihre Maske dort vergessen hat…

…nun wie dem auch sei… am Womo wird u s vom Kinde erklärt, dass er es sehr schön fände ohne uns und wir auch gern wieder gehen könnten… das tun wir kurzerhand dann auch…

…DIE haben nämlich einen Ofen in der Weinstube… hier verbreitet einen lustige Nachmittag bevor wir abends beim Italiener essen gehen uns so unseren Tag mit nichts tun ausklingen lassen…

…Schleifentag…

…am Morgen zieht ein Regenband über uns hinweg aber danach wird es wieder richtig schön… sogar relativ warm ist es heute…

…wir frühstücken in Decken gepackt mit Moselblick… wunderbar… ein paar Kamikazevögel erschrecken den Hund, der mich daraufhin fast vom Stuhl reißt…

…aber irgendwas ist ja immer…

trotz aufziehender Regenfront laufen wir nach dem Frühstück los in Richtung Calmont Höhenweg…

…es ist nass…

…und anstrengend…

…und nass…

…und anstrengend…

…sagte ich, dass es nass und anstrengend ist?

…dennoch schlagen wir uns wacker und erreichen irgendwann Bremm… nass und kalt und alle Beine tun weh… der Hund schaut mich schon garnicht mehr an, vom Kind ganz zu schweigen…

…aber alle Male haben sie sich wacker geschlagen und verdient machen wir im erstbesten Lokal Halt…

…nicht die beste Wahl wie sich schnell herausstellt… die Wirtin scheint selbst ihr bester Kunde zu sein und irgendwas essen möchten wir HIER dann doch lieber nicht… der Kuchen in der Auslage sieht aus als bekäme er gleich Füße und das Gesicht des Kindes auf dem Rückweg vom Klo sprechen Bände… also scheuchen wir die müden Beine weiter zurück in Richtung Ediger-Eller…

…noch einmal 4 km aber zum Glück ist es jetzt zumindest trocken… dennoch sind wir alle dünnhäutig… selbst der Hund kann hat nur noch Knete im Hirn, was es für mich nicht einfacher macht…

…die Pizzeria, die wir ansteuern hat dann leider auch keinen Platz mehr für uns…

…ein Traum…

…schlußendlich landen wir bei einem Winzerhotel in der Weinstube… eigentlich kein Tisch im Restaurant aber man serviert uns hier ausnahmsweise auch etwas zu Essen…

…ganz wunderbar Essen wir hier sogar… tolle Küche und toller Wein… der Hund allerdings hat fertig und ist froh endlich ruhen zu können…

…es ist schon dunkel als wir endlich zurück am Wohnmobil sind aber dennoch zwinge ich das Kind unter die Dusche, welche auch dringend nötig ist…

…dann packen wir noch schnell unsere Sachen zusammen um der nahenden Unwetterfront mit Sturmböen bis 85 km/h gewachsen zu sein und sind sehr froh uns dann NICHT mehr bewegen zu müssen… so wir heute Nacht nicht weg fliegen bleibt das auch bis morgen so…

…Pustewind…

…in der Nacht stürmt und regnet es… die Heizung mit ihrer Klopfstörung mache ich lieber selbst aus, bevor sie es tut…

…dementsprechend kalt ist es am nächsten Morgen…

…Nebel und Nieselregen begrüßen uns mit eisigen Temperaturen…

…dennoch… wir stehen um zehn am Anleger…

…echt… es ist scheiße kalt…

…der Hund hat Panik vor dem Bootsmotor… demnach sitzen wir an Deck… denn Plätze im Innenraum gibt es nur noch ganz unten… heute also schlecht machbar…

…wir bibbern also so vor uns hin… aber wenn man eine Heizung mit Klopfstörung hat kennt man das ja… zu unserer Überraschung errettet uns der Kellner, der bei einer Zwischenstation einen Tisch für uns frei hält an dem gerade Leute aussteige… was ein Glück…

…der Aufenthalt in Traben Trabach ist kurz und unspektakuläre… wir kaufen ein paar Kleinigkeiten fürs Abendessen und dann geht es auch schon zurück aufs Schiff…

…der Kellner hält immer noch den Tisch für uns bereit… total toll… obwohl das Wetter nun um Klassen besser ist und wir ab der Hälfte der Strecke dann lieber draußen sitzen…

…so waren wir nun den ganzen Tag mit den Schiff auf der Mosel unterwegs… das macht müde und betrunken…

…die in Traben erstandenen Pfifferlinge will ich gern noch in ein Abendessen verwandeln, doch der aufziehende Nebel lockt mich immer wieder ans Ufer um Fotos zu machen…

…dunkel wird es schnell aber die Pfifferlinge bekomme ich noch in ein leckeres Abendessen verwandelt…

…Birthday Party…

…wir waren essen im Ort und nun schnarcht es hier überall… das Kind im Alkhoven, der Mann im Heck und der Hund unterm Tisch… nach Beseitigung der heutigen Klopfstörung heizt dann auch die Heizung endlich mal wieder…

…ich bin auch müde aber ich genieße die Ruhe gerade sehr… der Schuhu Uhu pfeift sein Lied durch die Nacht und ich lausche der Stille dazwischen… traumhaft… doch muß ich einsehen, dass auch für mich langsam Ende ist… ich muß ins Bett…

…am nächsten Morgen wartet etwas ganz Besonderes auf uns… es ist Einsteins 1. Geburtstag…

…natürlich darf man dann im Bett kuscheln kommen und sich auch mal breit machen…

…über der Mosel liegt Nebel und der Blick aus dem Fenster verzaubert sehr… ich gehe erstmal eine Runde laufen…

…es ist wunderschön… endlich wieder laufen und das in solch einer tollen Umgebung…

…wir frühstücken gemütlich und machen uns dann auf, auf Einsteins Geburtstagswanderung…

…um Nachmittag schön irgendwo einkehren und essen und trinken… so ist der Plan… aber so einfach ist das nicht… denn wer sich an unsere anderen Moseltouren erinnert, weiß wir haben Glück mit geschlossener Gastronomie…

…auch hier… ein Traum:

…Ort für Ort ereilt und das gleiche Schicksal… bis wir schlußendlich resignieren und nach Ediger zurück gehen…

…auch der Hund hatte heute übrigens echt Glück… zuerst überfährt uns fast eine Irre mit ihrem Longboard, was augenblicklich zu Panikattacken beim Hund führ und DANN treffen wir auch noch entlaufene Hühner… todesmutig versucht Herr Einstein natürlich uns vor den bösartigen Hühner zu beschützen und stürzt sich auf sie…

…nach 14 km und leckerem Essen im Wirtshaus Zens haben wir alle mehr als fertig mit unserer Geburtstagsparty…

… 200 000 …

…weg hier… aber schnell… für eine drittklassige Aussicht auf die Mosel muß man hier überall anstehen… zum Spülen, an der Rezeption usw… die Entsorgung der Chemietoilette toppt aber alles… ich habe danach erstmal meine Schuhe desinfiziert…

…so rollen wir also um elf vom Platz flußaufwärts… nur eine halbe Stunde später erreichen wir Ediger-Eller und rollen auf Campingplatz Feuerberg…

…wir stehen direkt am Wasser mit toller Aussicht, die Parcellen sind groß und alles schön offen…

…netter Besuch kommt auf ein Bier vorbei und später machen wir noch eine Hunderunde… das ist genug Aufregung für heute…

…es wir Abend an diesem wundervollen Fleckchen Erde und Ruhe kehrt ein… eine ganz bezaubernde Ruhe wie ich finde…

…die Farben am Himmel tauchen die Landschaft ein in ein ganz besonderes Flair… an und an kommt noch ein Schiff den Fluß entlang…

…zum Abschluß des Tages gehen wir Essen im Ort und dann soll es das auch für heute gewesen sein… es ist Sonntag, da kann man auch mal einfach ausruhen…

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